Zwischenbericht: Start in die Praxisphase


Nach rund sechs Monaten Projektlaufzeit hat IWADIKA die ersten beiden Meilensteine erfolgreich abgeschlossen: Die Aufarbeitung des Forschungsstands und die Durchführung einer Online-Umfrage zum Thema Wissensmanagement in nordhessischen KMU. Auf Basis dieser Erkenntnisse startet das Projekt nun in die Erprobungsphase, in der zunächst qualitative Interviews mit sechs KMU geführt werden und anschließend die Entwicklung und Erprobung eines KI-gestützten Wissensmanagements im Mittelpunkt steht.

Die Grundlage dafür bilden vor allem die Ergebnisse vorheriger Projektphasen. Denn diese zeigen, dass nordhessische KMU den hohen Stellenwert von Wissensmanagement zwar durchaus erkennen, jedoch eine Diskrepanz zwischen theoretischem Wissen darüber und praktischer Umsetzung besteht. So gibt es weiterhin eine hohe Abhängigkeit von Schlüsselpersonen, in vielen Betrieben dominieren informelle Methoden, digitale Tools sind unterrepräsentiert.

Gleichzeitig wirft die quantitative Erhebung aber auch neue Fragen auf, die für die weiteren Projektphasen aufgegriffen und mit qualitativen Interviews untersucht werden sollen:

  • Wie lässt sich der Sprung von der Theorie in die Praxis schaffen, sodass bekannte Strategien in der Praxis auch Anwendung finden? Wie erklären die Betriebe ihre geringe Nutzung bekannter Instrumente?
  • Welche konkreten Barrieren treten im Arbeitsalltag auf, welche die Weitergabe von Wissen und deren Dokumentation erschweren?
  • Wie wird implizites Wissen tatsächlich weitergegeben? Sind sich die Betriebe der Existenz von implizitem Wissen bewusst?
  • Welche Einstellungen bestehen gegenüber KI-gestützten Lösungen und unter welchen Bedingungen könnten diese akzeptiert werden?

Im Fokus der laufenden Projektphase steht somit das Ziel der Konkretisierung anhand von Einzelfallbeispielen. Es geht also weniger um statistische Aussagen zum Wissensmanagement in Nordhessen als um spezifische Aussagen zur konkreten Umsetzung und konkreten Herausforderungen. Bisherige Ergebnisse des Forschungsstands und der quantitativen Umfrage dienen dabei als Rückbezug und Kontext für die betrachteten Einzelfälle.

Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem Zwischenbericht: